KIEZCHRONIK


Plattenbau informiert euch auch gern über die Geschichte der Berliner Plattenbau-Bezirke Marzahn und Hellersdorf, die Heimat vieler unserer Künstler.

Zeitreise

  • 1300:

    Marzahn wird als Morczane in einer Urkunde des Markgrafen Albrecht III. erstmals erwähnt.
  • um 1740:

    In Hellersdorf wird ein Vorwerk mit Schäferei angelegt, das zum Gut Eiche gehört.
  • 1870/1871:

    Bau der Marzahner Dorfkirche nach Plänen von August Friedrich Stüler.
  • 1874:

    Anlage von Rieselfeldern bei Marzahn.
  • 1898:

    Bei Marzahn wird ein Haltepunkt der Wriezener Bahn eingerichtet.
  • 1912:

    In Marzahn wird erste Windturbine errichtet.
  • 1920:

    Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn werden nach Berlin eingemeindet und Teile des Bezirkes Lichtenberg.
  • 1932:

    In Kaulsdorf wird die Spirituosenfabrik Schilkin gegründet.
  • 1945:

    Am 21. / 22. April erreichen die sowjetischen Truppen zunächst Marzahn, dann Hellersdorf, Mahlsdorf, Kaulsdorf und Biesdorf. Marzahn hat erstmals seit dem 16. Jh. einen eigenen Pfarrer. Ab 1947 ist die Kirche auch de jure wieder Mutterkirche. Die Güter Hellersdorf und Biesdorf gehen wie andere Stadtgüter in sowjetischen Besitz über. Sie werden 1949 bzw. 1952 „Volkseigene Güter“ (VEG).
  • 1953:

    Berlins erste LPG-Gründung in Marzahn.
  • 1976 bis 1979:

    Südöstlich des Dorfkerns Marzahn werden bei archäologischen Grabungen Reste slawischer und germanischer Siedlungen gefunden.
  • 1977:

    In der Großsiedlung Marzahn ziehen die ersten Mieter ein. Im ehemaligen Kino „Lichtburg“ in Mahlsdorf beginnt die Serienproduktion des „Sandmännchens“ des DDR-Fernsehens.
  • 5. Januar 1979:

    Marzahn wird ein eigener Bezirk.
  • 1981:

    Die ersten Wohnungen der Großsiedlung Hellersdorf werden bezogen.
  • 1982:

    Der Berliner Magistrat beschließt die Rekonstruktion des seit 1977 unter Denkmalschutz stehenden Dorfes Marzahn.
  • 1986:

    Am 1. Juni wird der Bezirk Hellersdorf aus den Ortsteilen Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf gebildet.
  • 1997:

    Am Rapsweg wird das Unfallkrankenhaus Berlin, eines der modernsten seiner Art in Europa, eröffnet. Im Entwicklungsgebiet Biesdorf-Süd, größtes Siedlungsprojekt im Bezirk Marzahn, ist Baubeginn. Das Hellersdorfer Bezirkszentrum „Helle Mitte“ wird eingeweiht.
  • 1998:

    Die „Alice-Salomon-Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik“ eröffnet in Hellersdorf. Das Rathaus in „Helle Mitte“ wird übergeben.
  • 1999-2000:

    Die bei archäologischen Grabungen in Biesdorf-Süd gefundene Siedlungsspuren reichen bis in die Zeit vor ca. 9.000 Jahren zurück.
  • 2000:

    Hellersdorf beteiligt sich mit „Hellersdorf Projekt“ an der EXPO 2000. Im Erholungspark Marzahn öffnet der Chinesische Garten seine Pforten.
  • 2001:

    Am 1. Januar fusionieren Marzahn und Hellersdorf zu einem Großbezirk.
  • 2002/2005:

    Eröffnung des Japanischen Gartens, Balinesischen Gartens und Orientalischen Gartens im Erholungspark Marzahn als Teil des Projekts „Gärten der Welt“. Beginn der Restaurierung des Biesdorfer Schloßes.
    September 2005: Eröffnung des Einkaufs- und Erlebniszentrums „Eastgate“ in Marzahn.
  • Februar 2005

    Die Marzahn- / Hellersdorfer Künstler gründen die erfolgreiche Veranstaltungsreihe Plattenbau-Music
  • 2006:

    Übergabe des Koreanischen „Seouler Gartens“ im Erholungspark Marzahn. Das äußerlich weitgehend restaurierte Schloß Biesdorf erstrahlt in neuer Pracht.
  • 2007/08:

    Irrgarten, Labyrinth, „Saal der Empfänge“ und „Italienischer Renaissancegarten“ in den „Gärten der Welt“ eröffnet.

Quelle "KIEZ.Magazin Marzahn/Hellersdorf 2009"